Manuka Honig

Was ist Manuka Honig?

Manuka Honig gilt als das “flüssige Gold” Neuseelands. Dies hat nicht nur der köstliche Geschmack zur Ursache, sondern auch die hohe antibakterielle Aktivität, die dem Honig nachgesagt wird. Bereits mehrere Studien konnten dies belegen: Die antibakterielle, antioxidative und antiseptische Wirkung im Manuka Honig ist um ein Vielfaches stärker als bei anderen Honigsorten. Das ist der Grund, weshalb das natürliche Heilmittel inzwischen auch in Deutschland als medizinischer Honig bekannt ist.

Die Gewinnung des Manuka Honigs

Manuka Honig wird von Honigbienen aus dem Blütennektar des Manukastrauchs erzeugt. Die Manuka, zu deutsch “Neuseelandmyrte” oder “Südseemyrte”, gehört zur Pflanzengattung “Leptospermum” der Myrtengewächse und ist mit dem australischen Teebaum verwandt. Zu finden ist sie ausschließlich in Neuseeland und kleinen Teilen Australiens. Echter Manuka Honig mit dem einzigartigen Manuka Effekt (Unique Manuka Factor, UMF®) kann somit nur dort gewonnen werden.

BlĂĽten der SĂĽdseemyrte (Manuka)

Von der Biene zum Imker

Im neuseeländischen Frühling sammeln die Bienen den Nektar der Manuka Blüten und liefern diesen im Bienenstock ab. Dort beginnen die Stockbienen den Nektar mit Enzymen, Eiweißen, Säuren und anderen Stoffen der Bienen anzureichern. Die anschließende Verdickungs des zuckerhaltigen Nektars erfolgt durch Wasserentzug. Dies geschieht unter anderem durch das Reifen in der Wabe. Der fertige Honig weist später einen maximalen Wassergehalt von ca. 17% auf.

Aus den entnommenen Waben holt der Imker den Honig im Kalt-Schleuder-Verfahren. Die Nutzung dieses Verfahrens ist wichtig, denn nur kaltgeschleuderter Honig behält alle Inhaltsstoffe.

Die Qualität des Manuka Honigs ist zudem von den gesammelten Pollen der Bienen abhängig. Imker müssen dafür sorgen, dass nicht zu viele Pollen anderer Blüten in den Bienenstock gelangen. Dem wirkt das rechtzeitige Austauschen der Waben zum Anfang und Ende der Manuka-Blütezeit entgegen.

Was ist Methylglyoxal (MGO™)?

Methylglyoxal, ebenfalls unter der Abkürzung MGO™ geläufig, ist ein antibakteriell wirksames Zuckerabbauprodukt. Dies identifizierte das Team um Prof. Dr. Henle im Jahr 2006. Die Vorstufe des Abbauproduktes ist der Stoff Dihydroxyaceton (DHA), welcher im Nektar der Manuka-Blüten nachweisbar ist. Nach dem Einsammeln des Nektars wird der Stoff durch die Bienen in Methylglyoxal umgewandelt.

Was bewirkt der geheimnisvolle Wunderstoff MGO™?

MGO™ hat sich als hochgradig wirksam gegen Bakterien erwiesen. Die Wirkung ist laut Forschungen den herkömmlichen Antibiotika sogar weit überlegen. Denn während diese durch immer resistenter werdende Bakterienstämme ihre Wirksamkeit verlieren, können sich die Bakterien an Methylglyoxal nicht gewöhnen. Ein Grund, weshalb der Manuka Honig mittlerweile auch in der Schulmedizin Verwendung findet.

Unterschied zwischen MGO™ und UMF®

MGO™ und UMF® sind vertrauenswürdige Zertifizierungen für Manuka Honige. Der MGO™-Wert kennzeichnet in Deutschland die Qualität des Honigs. In Neuseeland wird die Qualität dahingegen mit dem Unique Manuka Factor (UMF®) ausgewiesen.

Der Unterschied der Auszeichnungen liegt in den Messmethoden. Für den UMF® wird die mathematische Beziehung zwischen der Konzentration von Methylglyoxal und seiner nicht-peroxiden Aktivität im Manuka Honig gemessen. Die Zertifizierung MGO™ zeichnet lediglich die Menge des Methylglyoxal in Milligramm pro Kilogramm aus.

Die meisten Manuka Honige aus Neuseeland tragen die UMF®-Auszeichnung. Der angegebene Wert lässt sich jedoch ohne Weiteres in MGO™-Werte umrechnen.

Zwei Honigwaben an die ein Honiglöffel lehnt

Für die UMF®-Werte gelten folgende MGO™-Gegenwerte:

  • UMF® 5+    – 83 MGO™
  • UMF® 10+  – 263 MGO™
  • UMF® 12+  – 356 MGO™
  • UMF® 15+  – 514 MGO™
  • UMF® 18+  – 696 MGO™
  • UMF® 20+  – 829 MGO™

Qualitätsmerkmale des Manuka Honigs

Es ist wichtig zu wissen, dass es Manuka-Honig in unterschiedlichen Wirkungsgraden und Qualitäten gibt. Diese sind abhängig vom Methylglyoxal-Wert, da der stark variieren kann – umso höher der Wert, desto stärker ist auch die Wirkung. Mithilfe eines speziellen Verfahrens werden Manuka Honige deshalb aufwendig getestet und zertifiziert.

Bei Honigen ohne Zertifizierung (UMF® oder MGO™) sollte vom Kauf abgesehen werden, da es sich wahrscheinlich um eine Fälschung handelt. Diese sind wegen der steigenden Nachfrage am Naturheilmittel leider sehr häufig.

Die Wirkung von Manuka Honig

Ursprünglich fand Manuka bei den Maori, den neuseeländischen Ureinwohnern, als Heilmittel Verwendung. Diese stellten aus der frischen Rinde einen Sud her, der als Tee aufgekocht wurde. Die Ureinwohner Neuseelands nutzten vor allem die Rohform des Strauches. Das ätherische Öl sowie der heilende Manuka Honig wurden erst später entdeckt. Dafür hat es die Wirkung des Honigs der Forschung heutzutage umso mehr angetan.

So existieren inzwischen zahlreiche Studien, welche die positive Wirkung auf die Gesundheit aufzeigen. Darunter fallen antibakterielle, antivirale, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften.

Das im Honig enthaltene Methylglyoxal bekämpft hartnäckige Bakterien auf zweifache Weise: Es blockiert den Stoffwechsel und zerstört die Zellwände der Keime. Im Krankenhaus bewährt sich das Naturarzneimittel vor allem bei der Sepsis, die Wundinfektion, als äußerst wirksam. Des Weiteren wurde eine hohe Wirksamkeit gegen die Bakterien der Stämme Helicobacter Pylori, Staphylococcus aureus und Escherichia coli festgestellt.

Anwendungsgebiete fĂĽr Manuka Honig

Da Manuka Honig unterschiedliche Keime (Bakterien, Viren, Pilze) effektiv bekämpft, ist er sowohl innerlich als auch äußerlich verwendbar.

Mögliche Anwendungsgebiete des natürlichen Anitbiotikums sind:

  • Wunden
  • Akne
  • Ekzeme
  • Hautpilz
  • Neurodermitis und Psoriasis
  • Verbrennungen
  • EntzĂĽndungen diverser Art
  • Protozoen (Urtierchen)

Zudem wird Manuka Honig nachgesagt, dass er

  • das Immunsystem stärkt,
  • beim Einschlafen hilft,
  • Halsschmerzen sowie Rachen- und MundentzĂĽndungen lindert,
  • die Heilung bei Erkältungen, BlasenentzĂĽndungen und anderen Infektionen unterstĂĽtzt
  • sowie Magen- und Darmbeschwerden positiv beeinflusst.

Nebenwirkungen von Manuka Honig

Diabetes-Patienten sollten aufgrund des hohen Zuckergehalts auf die Einnahme von reinem Manuka Honig verzichten. Die Manuka-Produkte sind dahingegen unbedenklich.

Allergische Reaktionen sind bei Menschen mit einer Bienenallergie möglich. Wir bitten Sie daher, vor einer ersten Nutzung eines unserer Produkte einen kurzen Allergiecheck durchzuführen, um mögliche Reaktionen auszuschließen.

Manuka Honig in der Schwangerschaft

Sie können Manuka Honig während der Schwangerschaft sowohl innerlich als auch äußerlich unbedenklich verwenden.

Lediglich für Babys und Kleinkinder ist der Honig nicht geeignet. Es besteht die Gefahr, dass er mit geringen Spuren von Botulin-Bakterien verunreinigt ist. Babys können davon ernsthaft erkranken.

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